Angriffe gegen Frauen-, Geschlechter-
und Gleichstellungspolitiken finden in den beginnenden 2020erJahren in
einem anderen Kontext als vor zehn Jahren statt. Die Akteurslandschaft
hat sich verändert, ebenso manche Inhalte und Strategien. Dies zeigt
sich z.B. in Diskurspiraterie und der Umdeutung von Begriffen. In einer
Art Mimikry geben sich antifeministische und maskulistische
Gruppierungen Namen, die positive Konnotationen haben, und stellen sich
als seriöse gleichstellungspolitische Organisationen dar. So
verschleiern sie ihre eigentlichen Anliegen und Ziele, die oftmals der
Gleichstellungspolitik widersprechen.
Die Handreichung Antifeminismus auf dem Weg durch die Institutionen
bietet gleichstellungspolitisch Aktiven dazu zahlreiche Informationen
sowie Kriterien und Leitfragen, mit denen antifeministische
Gruppierungen besser eingeordnet und einschätzt werden können.